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„Ein Leben mit dem Feind“

In den USA sinken die Preise für Immobilien immer weiter. Manchen Hausbesitzern ist die Krise förmlich ins Gesicht geschrieben. Besonders denjenigen , die den Hauskauf als gewinnbringende Investition nutzen wollten. Vielen macht der Wertverfall ihrer Immobilie nun zu schaffen, doch in wie weit beeinflusst dies das alltägliche Leben? Purer Psychoterror steht vielen Hausbesitzern bevor, denn die meisten der Betroffenen müssen sich mit dem Gedanke an eine Zweck-WG anfreunden. Durch die niedrigen Preise, aber auch durch den bitteren Beigeschmack der Finanzkrise sind einige nicht mehr in der Lage ihr Haus zu unterhalten. Doch bevor man sich ganz von seinem trauten Heim trennen muss, überlegt man sich doch lieber vorübergehend einen Untermieter aufzunehmen. Besonders zu bemitleiden sind Ehepaare, die gerade entschlossen haben sich scheiden zu lassen. Denn oftmals zwingt die Krise das zerstrittene Paar unter einem Dach wohnen zu bleiben. Als „Leben mit dem Feind“, wird dieser Zustand von Psychologen betitelt. Doch auch das „Wohnen bei Mutti“, wird bei den Krisengeschädigten immer beliebter. Was jedoch psychologisch gesehen ebenfalls keine Traumlösung ist. Denn wer einmal in den Genuss gekommen ist, alleine zu wohnen und keine Rücksicht mehr auf andere nehmen zu brauchen, der wird sehr schnell ein nervliches Problem bekommen, wenn es dann wieder heißt: „ Kannst du mal eben den Müll rausbringen?“

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