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Weiterbildung in der Krise
Die Wirtschaftskrise hat dazu geführt, dass immer mehr produktive Unternehmen Kurzarbeit anmelden müssen, um einer längerfristigen Durststrecke entgegen zu wirken.
Damit die Mitarbeiter an ihren „freien“ Tagen nicht sinnlos herum sitzen müssen, bieten immer mehr Firmen Fortbildungen an. Darunter auch die Windecker Firma WMV Apparatebau, die schon seit Januar die angebotskarge Zeit mit Kurzarbeit überbrückt. „Diese Phase wollen wir positiv und konstruktiv nutzen", erklärt Geschäftsführer Martin Müller.
Ermöglicht wird die Weiterbildung durch die Bundesagentur für Arbeit (BA), doch es ist sehr schwer für jeden Mitarbeiter das richtige Angebot zu finden. Schließlich können studierte Ingenieure nicht dieselbe Fortbildung besuchen, wie beispielsweise Monteure. Doch auch wenn es sehr schwer ist, etwas Passendes für jeden Mitarbeiter zu finden, lassen die betroffenen Firmen nichts ungeschehen, um wenigstens einen kleinen Lichtblick zu erschaffen. Denn wenn das konjunkturelle Produktionsloch wieder gestopft ist, können die Mitarbeiter von der Fortbildung nur profitieren und vielleicht sogar auf eine bessere Position hoffen. Neben der Tatsache, dass die Mitarbeiter durch die Seminare einen höheren Bildungsgrad erreichen, gibt es auch noch einen weiter Anreiz um sich fortzubilden. Denn die BA übernimmt die gesamten Sozialabgaben für die Zeit, welche eine weitere Qualifizierung in Anspruch nimmt. Diese Aussichten sind zu Zeit wahrscheinlich die einzigen motivierenden Gründe, welche die Mitarbeiter über die schlechte Bezahlung und die gewöhnungsbedürftigen Arbeitsbedingungen hinwegkommen lässt.
Die Wirtschaftskrise verlangt allen Betroffenen Einiges ab, doch wer in schwierigen Zeiten mitzieht, kann während einem konjunkturellem Hoch nur davon profitieren.
Doch leider ist es ungewiss wann die missliche Arbeitssituation vorüber sein wird.
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